Montag, 7. Dezember 2009

Hanna Poddig bei Illner - Ein Ökoengel zum verlieben

Eigentlich fehlen mir die Worte, die beschreiben sollen, was mich zu diesem Beitrag motivierte. Im Grunde genommen nur Frau Poddig. Als ich sie neben E.on Kraftwerkmanager Wulf Bernotat sitzen sah, blieb mir schon bei der ersten Großaufnahme förmlich der Atem stecken, weil sie ihn mir mit ihrem strahlenden, klaren und kühlen Blick regelrecht in meinen Lungenflügeln einfror. Diese glänzenden Augen und das Gesicht eines Engels. Dazu fällt mir spontan nur der Fall Amanda Nox - der "Engel mit Eisaugen" ein. In sie könnte ich mich auch kopflos verlieben, wäre da nicht dieser mörderische Hintergrund, der mir wieder etwas Kopf zurückbringt und mich gedanklich ernüchtert. Aber Hanna Poddig, die optisch ähnlich viel Feuer und Eis ausstrahlt, um die Hölle im ständigen Wechsel einzufrieren und wieder aufzutauen, ist wohl das absolute Pendant dazu. Sie verpflichtet sich nicht der eigenen körperlichen Lust, sonder mehr dem Überleben des Planeten. Ich gebe zu, da hat sie sich viel vorgenommen. Mit dieser Kleingruppensisyphusrevolution wird sie wohl, so leid es mir tut, für mich und für die Welt,  mit nicht viel mehr als persönliche Genugtuung, wenigstens etwas versucht zu haben, belohnt werden. Ihre Ziele sind scheinbar so hoch gesteckt, dass sie unerreichbar bleiben für den normalem Erdenbewohner, und auch für mich unerreichbar, denn ich stehe zwar, was meine Ansicht und meine Einsicht angeht, nicht weit von Frau Poddig entfernt, doch wenn es um meine Persönlichkeit geht, finde ich mich fest einbetoniert in lethargischer Unfähigkeit, weder willig noch wollig, mich vor Castortransporte zu werfen oder Brandenburger Tore zu besteigen, um dort transparente Umdenkflaggen zu hissen. Ja, Frau Poddig, sie haben Recht, aber das wird, wenn wir Pech haben, die Welt nicht retten.
Ich versuche die Dinge ja immer noch ein wenig optimistisch zu sehen, das halb volle Glas zu leeren und die letzten Schlucke zu genießen, während ich mir vorstelle, wie toll es wäre mit Ihnen zusammen auf meiner Ikeacouch zu liegen, bei Pizza und Wein, einen Bluerayfilm auf einem 52" Flachbildfernseher zu sehen und durch meine Surroundanlage zu genießen, während im Nachbarzimmer der Computer schon seit drei Tagen ununterbrochen läuft.
Ja, ich weiß, wir sind wirklich zu verschieden. Aber das ist eben meine Art mit der Realität umzugehen, von schönen Dingen zu träumen, während mir der Arsch auf Grundeis geht, weil sich die Zukunft der Menschheit scheinbar jetzt schon mit dem Polkappen auflöst.
Also, Hanna Poddig, machen sie weiter so, auch wenn es mir dann schlechter, aber der Welt, zumindest aus ihrer Perspektive, dann etwas besser geht.
<3

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