Samstag, 6. Juli 2013

WARNUNG - WARNING

WARNUNG
DIESER BLOG WIRD ÜBERWACHT VON DER NSA - USA - BARACK OBAMA - Oberster Schutzpatron der hilflosen und geistig unterbemittelten konservativen, gottgläubigen anerikanischen Mitte.

WARNING 
THIS BLOG IS UNDER OBSERVATION OF THE NSA - USA - BARACK OBAMA - american Archangel, comissioner of God himself to free the world of the Terrorist Evil and to make a lot of money with that war and all other kind of wars - The War against Afghanistan/Iran/The war agains Jihad/The war against Drugs/The war against abortion/Against gays/against Black/Nature aso - btw




Viele Grüße auch an Angela Merkel, David Cameron, Putin, Obama und all die anderen. Ich weiß, dass ihr wisst, dass ich weiß, dass ihr wisst, dass es mich gibt.




Sonntag, 2. Mai 2010

Die Polizei - Objekt der Begierde am 1. Mai

Es ging wieder los. Sie gingen wieder los. Erst krochen sie aus ihren Betten, wuschen sich den Nachtschweiß aus dem Gesicht, stärkten sich mit weichgekochten Eiern, Kaffee oder Bier. Dann warfen sie sich in Schale, ihre Tracht, kleideten sich passend für den kommenden Konflikt.  Jetzt stiefelten sie los, versammelten sich, zwängten sich zusammen zu einer beweglichen Masse.
Bis hierher weiß ich noch gar nicht, wen ich da eigentlich beschreibe. Menschen aus dem Alltag, rüsten sich für eine kommende Schlacht. Für den ungeübten Beobachter erkennbar auseinander zu halten. Die Polizisten in voller Montur, optisch einheitlich, wie die Klone aus Krieg der Sterne stampfen sie delegiert von ihren Zugführern. Die andere Seite, die Autonomen und Randalierer, schwarz, wild in ihren individuellen Protestkostümen, irren sie scheinbar unkontrolliert herum. Aber auch die dunkle Seite ist organisiert. Es ist eine unbekannte Hand, die sie führt, eine unsichtbare Macht, die sie wie Wellen hin und her schwappen lässt, immer auf der Suche nach Schwachpunkten in den Reihen der verstaatlichten Sturmtruppen. Aber wenn man genauer hinsieht, dann erkennt man wieder die Gemeinsamkeiten: die Gesichtslosen, die aufeinander treffen, die sich nicht kennen und scheinbar am besten mit Stöcken oder Steinen argumentieren. Erst stehen sie sich gegenüber, die Emotionen, die Schwachpunkte der Menschen, hinter Helmen, Stoffen, Tüchern verborgen, werden sie zu Rittern, zu Kriegern, zur Mauer und zum Rammbock. Und scheinbar ist Gut und Böse genau getrennt. Die Polizei, dein Freund und Helfer. Hoch gerüstet schützt er den einfachen Bürger, sowie den Staatsapparat. Er stellt sich dem Feind gegenüber, türmt sich auf zum unbezwingbaren Riesen, zum Felsen. Und den "Bösen" bleibt nichts anderes übrig, als sich mit Pickel und Eisen auszustatten und sich auf das Ungetüm zu stürzen, um es zu bezwingen, um den Gipfel des Triumphs zu erklimmen. Der Berg ruft und seine Jünger folgen diesem Klang. Und so warten sie und keiner weiß, wer eigentlich zuerst da war, wer wen aufs Schlachtfeld gelockt hat. Und dann geht es los und es ist egal, wer den ersten Stein geworfen hat, denn alle sind auf Adrenalin und feuern sich gegenseitig an, die Fronten sind geklärt, jetzt kann nichts mehr schief gehen. Jeder folgt dem Ritual der ewigen Gewalt, die unsere Gesellschaft begleitet, wie ein zu langer Schwanz, der jedem ins Gesicht schlägt, dem wir nicht ins Gesicht sehen können, der uns selbst ins Gesicht schlägt, wenn wir uns um uns drehen, uns einwickelt, je schneller wir rotieren und uns lähmt. Am Ende springen wir herum wie Verrückte in ihrer Zwangsjacke, werfen uns gegen die Mauern, die uns umgeben.

Das Vermummen ist verboten. Aber das Verbot gilt nur für eine Seite. Natürlich kann das nicht funktionieren. Und deshalb hält sich auch keiner daran. Aber wozu der ganze Aufwand, dieser Mummenschanz, die Akteure, in diesem Schaupiel,  können und wollen sich eh nicht ins Gesicht sehen. Und wenn sie sich alle in ihren Masken verkrochen haben, ist es ein bisschen so wie auf der Autobahn, wo die Blechkisten, in denen der Mensch verschwindet, gegeneinander antreten auf der scheinbar nie enden wollenden Rennbahn, einem unbekannten Ziel entgegen.

Polizei und Randalierer, sie ziehen sich am 1. Mai gegenseitig an. Es war so und es wird so sein, weil keine Seite bereit ist den Platz zu räumen, den sie einmal eingenommen hat. Den Platz in der Gesellschaft. Beide sehen sich als Retter, und am Ende bietet sich das Bild der Zerstörung.

Morgens, wenn die Luft wieder abgekühlt ist, vermischt sich der feuchte Nebel mit dem letzten Qualm, der aus den glühenden Haufen aufsteigt. Jetzt sind sie müde geworden und ziehen sich in ihre Nester zurück. Schließen die erschöpften Augen, werden wieder zu sanften Schäfchen, bis zum nächsten 1. Mai, oder, wenn sie Glück haben, schon vorher irgendwo. Schlachtplätze wird es immer geben auf der Welt, solange wir etwas zu verteidigen haben.

Samstag, 6. März 2010

Friss und stirb

Mitteilung an den Verfassungsschutz: !!!Zuallererst möchte ich darauf hinweisen, dass es sich hierbei um meine persönliche theoretische Analyse und meiner theoretischen Problemlösungsdarstellung handelt. ALSO, alles nur Theorie, nur Fiktion und Fantasie. Man kann mich deshalb also nicht rechtlich belangen, dies ist keine Anleitung zum radikalen Volksaufstand mit verheerenden Folgen, und ich übernehme keinerlei Verantwortung, sollte sich jemand durch meine Beitrag motiviert sehen, die Welt zu verändern!!!

Liebe Umweltschützer, liebe Naturliebhaber, liebe Vegetarier und Veganer, ..., ihr seid alles Heuchler. Greenpeace, Pro Wildlife, rettet den Regenwald, ..., ihr seid alles Heuchler. Eure Versuche, die Pflanzen und die Tiere dieser Welt zu retten, kann ich nur müde belächeln. Denn in Wirklichkeit geht es doch nur darum, euer Gewissen zu beruhigen, euch ein kühles Tuch auf die heiße Stirn der Schuld zu legen. Aber die Schuld, die ihr in euch tragt, die könnt ihr gar nicht gut machen ---->> Eure Schuld Mensch zu sein.
Der Mensch ist das eigentliche Übel unseres Planeten. Natürlich ist das nur eine menschliche Sicht, denn die Natur kann keine eigene Bewertungen, weder über uns, noch über ihren eigenen Zustand, verfassen. Also liegt es an uns, uns selbst zu bewerten. Also liegt es an mir, uns zu bewerten. Und meine Bewertung ist natürlich vernichtend. Ich möchte euch nicht darüber aufklären, wie und warum wir über unsere Verhältnisse leben, es gibt ausreichend Bild- und Textmaterial, mit dem man sich aufklären kann, ich möchte theoretische Lösungen anbieten.
In einem meiner früheren Beiträge habe ich ja schon darauf aufmerksam gemacht, dass die Probleme dieser Welt eindeutig mit der unglaublichen Menge an Menschen zusammenhängt, die sich wie ein Strom Wanderameisen über das Land ergießen und alles vernichten, was ihnen in den Weg kommt. Da erscheinen die einzelnen Körper, die sich gegen den Strom zu stemmen versuchen, fast schön schon lächerlich. Natürlich ist es etwas zugespitzt formuliert, aber wenn man diese Masse und die Auswirkungen ihrer Expansion auf die Natur von etwas weiter oben betrachtet, dann finde ich meine Ameisenmetapher doch sehr treffend.
Das einzige, was unseren Mitspezies helfen kann, ist die Weltbevölkerung schnell und radikal zu reduzieren. Wahrscheinlich wird sich die Anzahl der Menschen auf lange Sicht eh, durch verändernde Umweltbedingungen, die wir selber verursacht haben, verringern. Aber wie unsere Welt aussieht, wenn eine der erfolgreichsten evolutionären Kreaturen, wenn es um das Überleben geht, um das Überleben selbst kämpfen muss, wie abgewirtschaftet und erbärmlich der Zustand unseres Planeten dann sein wird, das möchte ich mir nicht vorstellen.
Die radikale Reduzierung der Weltbevölkerung heißt natürlich, dass Menschen verschwinden müssen, und ich betone es nochmals: So schnell wie möglich!
Dabei geht es mir aber nicht darum, dass wir in tosendem Beifall und Jubel ausbrechen, wenn irgendwo auf der Welt eine Autobombe explodiert, die hunderte Menschen in den Tod sprengt, das sind keine wichtigen Opfer, es sind Opfer, die der Mensch für sich selber fordert, um seine eigenen egoistischen Bedürfnisse zu befriedigen, von denen die Natur nicht profitiert, nein, wir müssen selbst das Schwert in die Hand nehmen und einen Schlag gegen uns selber ausführen.
Eine Möglichkeit wäre es, es direkt gegen uns selbst zu richten, uns selbst zu richten, uns hinzurichten, das wäre eine wichtige und richtige Richtung, aber nicht radikal genug, denn 1. werden dem nicht viele nachkommen und 2. wäre damit unglaublich viel Richtenergie verschwendet, mit der wir wirklich etwas verändern könnten.
Und wer kein Fleisch ist oder gegen Atomkraft demonstriert oder seinen Müll trennt, wer von denen ein wirkliches Interesse hat die Umwelt zu retten, und sie muss gerettet werden, der sollte sich langsam darüber im Klaren sein, dass er das Schwert in der Hand hat und damit seinen Beitrag leisten kann.
Da gibt es natürlich ein kleines ethisches Problem. Aber der Mensch, der sich durch sein Bewusstsein inzwischen schon aus der Evolutionsschleife gelöst hat, der kann auch die Ethik mit der Klinge nieder strecken.
Ich möchte nicht ins Detail gehen, wie und wo man so viele Menschen wie möglich, schnell und effektiv aus dem Nahrungskreislauf, zumindest als Nahrungsaufnehmer, ausschließen kann. Da setze ich auf die kreativen Köpfe der, nennen wir sie einfach nur Nature-Amok-Movement  -NAM- Bewegung.
Am Ende möchte ich noch darauf hinweisen, dass es natürlich keinerlei Bedeutung für das Universum hat, wenn wir die Arten auf unserem Planeten ausrotten und am Ende uns selber gleich mit, wenn es uns nicht mehr gibt, dann wird es wieder sein wie vor 400 Millionen Jahren - Leben ohne Bewusstsein oder wie vor 4 Milliarden Jahren - einem Planeten ohne Leben und nicht wie vor 4 Jahren "26. Februar: Die Weltbevölkerung erreicht laut der US-Zensus-Behörde die Marke von 6,5 Milliarden Menschen." Aber ich bedenke, dass es eine Bedeutung für den Menschen hat, wo er lebt, in was für einer Umwelt er lebt, in einer Welt der Vielfalt und der Natürlichkeit.
Wir sind auf dem besten Wege, das alles zu verlieren und damit unsere Menschlichkeit und am Ende unser Menschsein, und das alles nur, weil wir uns selbst für göttlich halten.
So bleibt nur noch der letzte Satz: Wir schaffen uns den Himmel auf Erden, nur, dass es keinen Himmel gibt!

Nachtrag:
Apropos 6,5 Mrd. Menschen. Die Anzahl, der in freier Natur lebenden Berggorillas beträgt ungefähr 70, vom Iberischen Luchs gibt es noch zwischen 84 und 183 ausgewachsenen Exemplaren, vom großen Panda leben noch ca. 1600 Exemplare in den Wäldern Chinas, "In den Jahren 2006 und 2007 wurden mehrere Versuche unternommen, lebende Exemplare des Chinesischen Flussdelfins zu finden. Diese waren jedoch erfolglos, weshalb die beteiligten Wissenschaftler davon ausgingen, der Flussdelfin sei endgültig ausgestorben". In Zahlen dargestellt sieht das ungefähr so aus:
6500000000
1600
183
70
0

Freitag, 5. März 2010

Chatroulette oder 'Ich bin so next'

Auf Spiegel.de las ich einen Artikel über einen 17 jährigen Jungen, der mit einer einfachen Idee zum Millionär geworden war, bzw. auf dem besten Wege bald einer zu werden. So was interessierte mich, vor allem weil mir die guten Ideen irgendwie nie kommen. Was mich genau auf dieser Seite erwartet, mir das vorzustellen, war nicht so einfach, auch wenn es vom Prinzip her ziemlich einfach schien.
Also, rauf auf Chatroulette und einfach mal gucken. Zwei schwarze Kästen links, eine Schreibzeile und ein riesiges Gesprächsfeld rechts, das ist das erste was ich sehe. Nichts auffälliges lenkt den Blick ab, keine Werbung, keine Farben.
Keine Anmeldung. Super. Webcam anschließen. Einfach. Eine kurze Erklärung, für jeden verständlich, aber auf englisch. Und wenn man kein englisch kann, dann ist das auch kein Problem, denn es gibt eigentlich nur drei wichtige Buttons, die sich von selbst erklären. Zuerst steht da Play, aus dem danach das Next wird, dann Report, um alles, was gegen die Regel verstößt zu melden und Stop, was ich selten brauche.
Kaum drücke ich auf Play, erscheint auch schon das erste Gesicht. Meine Webcam meldet sich, ich erlaube den Zugriff und sehe mich selbst im unteren Kasten. Aus einer Verunsicherung heraus, bzw. auch wegen meiner Unsicherheit und Unerfahrenheit, mich in meinen eigenen vier Wänden vor anderen Menschen zu zeigen, drücke ich die Person, die sich mir dort zeigte, schnell mit Next wieder weg und wandere Next, Next, Next im Sekundentakt von einem Gesicht zum nächsten.
Plötzliche sehe ich eine hübsche Frau und denke mir 'Hui, die sieht gar nicht -' Next,
und schon verschwindet das Gesicht wieder und da steht: Your Partner disconnected bla bla. Ach ja, die anderen können mich ja auch wegdrücken. Das hatte ich total vergessen. Ich fühle mich  erniedrigt und abstoßend. Von einem Mann weg genext zu werden, war eine Sache, aber von einer attraktiven Frau! Das ist etwas anderes.
Mit der Zeit werde ich mutiger, ich drücke nicht mehr weg, sehe die Person genauer an. Meistens verschwindet das Gesicht schnell wieder. Aber nicht immer. Manchmal starren wir uns gegenseitig an, bis mein Gegenüber es nicht mehr aushält und Next. Irgendwann ergibt sich das erste Gespräch. Es ist ein Chinese, ich sage ihm, dass ich seine Regierung scheiße finde und werde weg genext. Der nächste, mit dem ich mich etwas unterhalte, ist ein 14 jähriger Junge, der eine Wodkaflasche vor der Cam stehen hat und scheinber angetrunken ist. Ich sage ihm, er sei zu jung zum trinken, er lacht, er ist aus Litauen, und weg ist er. Manchmal kann man die Leute beobachten, weil sie nicht am Computer sitzen und mich nicht weg nexten können, weil sie irgendeinen scheiß machen. Einer zieht an einer Bong. Ich sehe den Rauch, wie er durch das Plastikrohr strömt. Der Typ schüttelt sich, legt das Ding weg schwankt zum Rechner, schielt in die Cam. Ich frage ihn, ob er jetzt dicht ist. Er schreibt Yeeeeeeaaaaaaaahhhh, oder hat er es gesagt? Ich kann die Leute ja auch oft hören durch das Cameramicro. Aber ich weiß es nicht mehr, es sind so viele Leute, so viele Gesichter, die über den Bildschirm wechseln.
Zwischendurch habe ich ein paar Erfolgserlebnisse, wenn man hier überhaupt von Erfolg sprechen kann: Ich habee Gespräche mit Frauen. Das erste ist sehr skurril. Eine Brasilianerin, deren Kopf man nicht sehen kann, weil sie es mit einem Tuch umwickelt hat. Die Augen liegen außerhalb des Kästchen. Sonst ist sie unbekleidet. Sie hält ihre nackten Brüste in die Cam auf die ich beeindruckt starre. Ich versuche ein Gespräch, weiß nicht so recht, was ich schreiben soll. So machen wir ein bisschen Smalltalk, bis ich weg genext werde. Die nächste Frau aus den USA. Ich frage sie, ob sie OBAMA gewählt hat, sie sagt Yeah, ich sage, dass ich Bush scheiße finde, sie sagt Yeah. Auch das ist ein eher kurzes Gespräch. Und dann ist da noch die Schwedin, die nur ihre tollen grünen Augen in die Cam hält. Mit ihr habe ich ein längeres Gespräch, es is amüsant, bis ihr Bild einfriert und ich die Verbindung verliere. Das passiert auch öfter, vor allem, wenn man länger mit jemandem in Kontakt steht. Wahrscheinlich liegt das an den Servern. Ich bin wirklich enttäuscht. Aber diese Erfolgsmomente treiben mich immer weiter hinein in diese verrückte Camwelt, obwohl ich mich frage, was mir die Sache überhaupt einbringt, trotzdem sitze ich zwei Stunden am Stück und sehe Leute.
Leute, Leute, Leute. Einsame Leute, traurige Leute, verrückte Leute. Typen mit Masken auf, Männer, die sich einen runter holen, wieder ein ziemlicher junger Typ mit Zigarette, den ich darüber aufkläre, dass rauchen Krebs verursachen kann, ein Typ mit einer Papiertüte auf dem Kopf mit Löchern eingeschnitten, der mir Kartentricks vorführt. Ich sehe Zettel, mit Text drauf, die mich auffordern meine Boobs zu zeigen, viele Gruppen, die scheinbar richtig fun haben, viel lachen, in die Cam gröhlen, manchmal gröhle ich zurück, denn inzwischen habe ich mich gut eingefunden und rede gelegentlich mit den Leuten, das reden ist mir aber immer noch unangenehm, und sogar Familien. Eine Mutter mit ihrer Tochter, die ihre eigene Tochter im Arm hält, ein Mädchen aus gut bürgerlichem Hause, die intellektuellen Eltern stehen dahinter und gucken mich an. Ach ja, und eine Badewanne voller Blut. Oh man, was hab ich da alles gesehen und am Ende fühlte ich mich total ausgebrannt, leer und verbraucht.
Ich werde bestimmt wieder in Chatroulette eintauchen, ich weiß nicht wann, ich hoffe nicht zu bald. Aber ich spüre schon beim schreiben ein Kitzeln in meinem Bauch, auch wenn mein Kopf sagt, bloß nie wieder, aber da war ja noch diese Frau, total süß, die Grimassen geschnitten hat und ich dann mit Grimassen geschnitten habe, in die ich mich sofort verliebte irgendwie und die mich dann plötzlich wegnexte. Aber vielleicht sehe ich sie ja wieder, und dann nexte ich sie weg. Vielleicht ; )

PS.
Schreibt doch einfach mal, was ihr so für Leute gesehen habt. 
Dann wird das hier ein Sammelsurium der Freaks aus Chatroulette!!

Montag, 1. März 2010

Die spätrömische Dekadenz braucht neue Sklaven - Mein ernst gemeinter Blogeintrag

Die Debatte um den Sozialstaat tobt, nachdem sich Guido, in alter Oppositionsmanier, wieder zu seinen klientelpolitischen Wurzeln bekennt: dem arbeitenden Deutschen.
"Wer arbeitet, der muss auch davon leben können" - "Arbeit muss sich wieder lohnen" - "Wer Leistungen vom Staat bezieht, muss auch etwas an die Gesellschaft zurück geben" - Mit diesen und ähnlichen Äußerungen wird Stimmungspolitik gemacht, und das durch alle Lager. Die Gesellschaftsstimmung aufzunehmen, analysieren und wiederzugeben, das können sie gut, aber wenn es darum geht, sich kreativ und überlegt mit den Problemen auseinander zu setzen, um Lösungen zu finden, dann rührt sich keiner, es bewegt sich nichts und alle sitzen wie festgeklebt auf ihren alten, hölzernen Meinungsstühlen, was natürlich mit unterschiedlicher Interessenpolitik und der dazu fordernden Wählerstimmen zusammenhängt. Das soll aber nicht der Schwerpunkt meines Beitrages werden. Ich möchte aktiv ein paar Lösungsansätze anbieten, einen Ausweg aus dem selten ausgesprochenen Dilemma anbieten, nämlich dass alle in Arbeit stehenden, die in nicht Arbeit sitzenden Hartz IV Empfänger, wieder auf die Beine bringen wollen, es aber eigentlich keine Arbeitsplätze gibt, zu denen diese sich hinbewegen können und sollen. Liberale Politik argumentiert ja jetzt schon, dass Mindestlöhne die wenigen, nur durch den Billiglohn geschaffenen Arbeitsplätze, vernichten werden, was bei mir ein Bild von Gnadenjobs hervorruft, die eigentlich keiner braucht, die sich nur rentieren, wenn man den Beschäftigen zu einem Hungerlohn arbeiten lässt, und sollte man Mindestlöhne in diesen Branchen einführen, sich diese Arbeitsplätze in Luft auflösen, so als hätte es sie nie gegeben. Ich frage mich dann natürlich, was das für Arbeitsplätze sein sollen, die keiner braucht, die aber trotzdem da sind. Und wenn man sie wirklich braucht, warum sollten sie dann verschwinden, wenn man den Arbeitnehmer besser bezahlt. Und wie kann man unter diesen Voraussetzungen noch neue, anständig bezahlte Arbeit anbieten? Aber zurück auf das, worauf ich hinaus wollte: Es gibt einfach nix zu tun in deutschen Landen!!!
Und deshalb müssen wir einfach neue Arbeitsplätze finden. Also, nicht wir, eigentlich die Politik. Ich habe mich nur mental damit beschäftigt und mir ein paar Jobs ausgedacht. Jobs, die eigentlich keiner braucht, so wie die Hungerlohnmaßnahmen, die aber, wenn sie erst einmal eingerichtet sind, die Menschen, sowohl die sitzenden Arbeitslosen, als auch die stehenden Arbeitenden, hoffentlich erfreuen können.
Wenn neue Jobs gefunden werden sollen, ist es natürlich ganz besonders wichtig, darauf zu achten, dass kein Wettbewerb zu bereits bestehenden, bezahlten Arbeitsangeboten entsteht. Deshalb müssen neue Arbeitsbereiche erfunden werden. Also Angebote, die es noch nicht gibt oder die in bestimmten Regionen keine Konkurrenz zu anderen Arbeitsangeboten darstellen. Diese Arbeitsmaßnahmen sind natürlich nur für Arbeitslose gedacht, die vielleicht keine Möglichkeiten mehr bekommen werden, in den ersten Arbeitsmarkt einzusteigen. Sie werden auch nicht bezahlt. Wozu auch; der Unterstützte bekommt ja schon ausreichend Leistungen vom Staat. Jetzt ist es an der Zeit, der Gesellschaft, die ihn unterstützt, wieder etwas zurück zu geben. Da bin ich einer Meinung mit der Stimmungspolitik. Und unter all diesen Bedingungen, müssen wir uns eingestehen, dass der erste Arbeitsmarkt keinen Platz hat für Menschen ohne Ausbildung und es für diese Menschen andere Bereiche geben muss, in denen sie produktiv werden können.
Hier ist die Kreativität der Politik gefragt, der ich mit folgenden Arbeitsmaßnahmen, die vor allem in öffentlichen Räumen, zum Dienste der Allgemeinheit entstehen sollen,  auf die Sprünge helfen möchte:

Rikschas in Fußgängerzonen -  Hier gibt es einen hohen Bedarf an Personenkraft, die den wundgelaufenen Arbeiterfüßen, mit gepolsterten Ziehwagen, eine kurzzeitige Erholungsphase zwischen den mehr- oder weniger notwendigen Einkäufen verschaffen kann. Der mühsame Bummel durch die Stadt wird so zur gemütlichen Rolltour von Geschäft zu Geschäft.

Einkaufstütenträger - Wer braucht ihn nicht, wer sehnt sich nicht heimlich nach einer starken Hand, die einem die schweren Tüten abnimmt und nach Hause oder zum Auto trägt. Vor allem unsere älteren Mitmenschen wüssten dieses erfundene Jobangebot zu schätzen.  Hier können die Hartzer zeigen, wie viel Kraft und Ausdauer noch in ihnen stecken. Die Träger könnten überall in der Stadt, vor Supermärkten, in Einkaufspassagen, überall dort, wo Tütenlasten entstehen, verteilt werden, wo sie nur darauf warten eingesetzt zu werden und sind bestimmt schnell zum unentbehrlichen Helferlein geworden.

Schuhputzer - Den Schuhputzer kennen wir ja alle, nur gesehen haben die meisten Deutschen wohl noch keinen real. War er doch ein gerne genutztes Angebot in den zwanziger Jahren und findet sich heute nur noch in Entwicklungsländern, aber nicht in Deutschland, wo sich jeder am liebsten selbst die Schuhe putzt, was so gar nicht zu spätrömischer Dekadenz passen möchte. Deshalb brauchen wir ihn wieder, den guten alten Latschenlecker, der mit seinem kleinen Wägelchen, auch touristisch eine Bereicherung für jedes Stadtbild darstellen dürfte.

Das sind erst mal drei kreative Arbeitsbereiche, die man erfinden könnte, die viele Hartzer in Arbeit bringen würden, die dem Allgemeinwohl diente. Natürlich sind auch hier erst einmal Investitionen nötig, so müsste die Bevölkerung natürlich darüber aufgeklärt werden, dass es sich um unentgeltliche Maßnahmen handelt, die von jedem genutzt werden können und sollen. An einer bestimmten Tracht dürfte es natürlich auch nicht fehlen. Ein einfacher Lendenschurz wäre vielleicht kostensenkend, aber in der heutigen Zeit wohl nicht so angebracht. Eine Uniform, die leicht zu erkennen und zuzuordnen ist, die auch mit ein wenig Stolz getragen werden kann, wäre von Vorteil. Ein letzter Anreiz für den neuen und modernen Stadtkernpagen wäre vielleicht, dass er das Trinkgeld, das bestimmt gerne, hin und wieder gegeben wird, unversteuert, zu seinen Sozialleistungen hinzu verdienen darf. Im Grunde sehe ich es dann gar nicht mehr als Sozialleistung. Der Mensch arbeitet für diese Leistungen, es ist sozusagen sein Lohn, den er, wie die arbeitende Mehrheit, aber vom Staat als Arbeitgeber bezieht.

Ich würde sie gerne sehen, die neuen Diener, die modernen Sklaven unserer spätrömisch-dekadenten Gesellschaft. Und das meine ich ernst. Ich selbst würde mich an so einer Maßnahme beteiligen, würde ich Hartz IV beziehen, und damit eine Möglichkeit sehen, den Menschen, die mich am Leben erhalten, einen kleinen Dienst, der aber groß ankommt, anzubieten.

Dienstag, 12. Januar 2010

Irreversible - meine Filmanalyse


Nach einiger Leere in meinem Kopf melde ich mich nun zurück. Vielleicht erst einmal nur für diesen einen Beitrag, denn zur Zeit fällt mir nicht viel ein, finde ich keine Themen oder Anlässe, die mich innerlich dazu bewegen, etwas zu veröffentlichen, etwas bei zu steuern auf der Autobahn der Daten, dem Internet, aber immerhin.
Anlass meines kurzen Sinneswandel war der Film "Irreversible", das französische Werk von Gaspar Noé.
In der Nacht nach dem Film, musste ich kurz für kleine Schlafwandler. Als ich wieder in den Daunen lag, drängte sich mir eine Interpretation auf, die mich erst wieder einschlafen ließ, nachdem ich sie in Gedanken fast komplett in meinem Blog niederschrieb. Heute zolle ich dem unbarmherzigen Geist nächtlicher Unruhen meinen Tribut, um ihn zu besänftigen, damit ich in kommenden Nächten wieder ungestört schlafen darf.
Diese Filmanalyse ist natürlich nur sinnvoll für Jemanden, der/die den Film schon gesehen hat.
Also: erst schauen, dann lesen. Aber ACHTUNG, der Film enthält realistische, exzessive und ausgedehnte Darstellungen von Gewalt!!!!

Hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung, um dem Weg meiner Interpretation leichter zu folgen:
Eine Frau 'Alex' hat Sex mit ihrem Freund 'Marcus', dessen bester Freund 'Pierre' der Ex-freund von Alex ist. Alex wird schwanger. Das Paar hat eine Verabredung mit Pierre. Sie wollen gemeinsam auf eine Party. Auf der Party angekommen amüsiert sich Marcus mit Drogen und Alex verlässt genervt die Party, verabschiedet sich von Pierre. In einer Unterführung wird Alex vergewaltigt; von einer aggressiven "Schwuchtel", die ihr natürlich in den Arsch fickt. Der Triebtäter schlägt sie brutal zusammen. Marcus und Pierre verlassen die Party, sehen gerade noch, wie Alex mit dem Krankenwagen weggebracht wird. Marcus ist verstört, weiß nicht mit der Situation umzugehen. Da kommen zwei Männer und bieten an, die "Schwuchtel" zu finden, die seinen Ausweis am Tatort verloren hatte. Nun beginnt der Trip, der im "Rectum", einer Schwulenbar, endet. Marcus findet den Vergewaltiger, will ihn fertig machen, wird jedoch zu Boden geworfen. Sein Arm wird gebrochen und Pierre schlägt mit einem Feuerlöscher die "Schwuchtel" zu Boden; zertrümmert ihm seinen Schädel. Ende
Auf den ersten Blick wirkte der Film auf mich wie ein radikaler Entzug aus der Alltäglichkeit, eine überschaubare Situation eskaliert unvorhergesehen und wird zu einem wirren Alptraum. Eine relativ leicht nachzuvollziehende Geschichte, deren Bilder alles andere als leicht zu verarbeiten sind.
In der besagten Nacht drängte sich mir eine andere Interpretation des Films auf, eine tiefenpsychologische Analyse, die im Film auftauchende Symbole und nicht auf den ersten Blick erkennbare Zusammenhänge heraus filterte. 
In einer Szene am Anfang der Geschichte klagt Marcus über Schmerzen im Arm. Warum, wird nicht gesagt. Dieser Arm wird ihm später im Rectum gebrochen. Hier wird ein erster Faden gelegt, der vermuten lässt, dass der Film nicht so einfach zu betrachten ist, sondern Verstrickungen Innerhalb enthält, die den Film schicksalhaft, vorherbestimmt verknüpfen. In der nächsten Szene meint er zu Alex, dass er sie gerne mal in den Arsch ficken würde. Eine weitere Verknüpfung zu dem späteren Ereignis in der Unterführung. U.a. stellen diese Zusammenhänge analytisch gesehen für mich einen Konflikt dar, der im inneren von Marcus statt findet; sein schlechtes Gewissen Pierre gegenüber, mit dessen Frau er zusammen ist. In Gesprächen zwischen den Dreien findet sich dieses Problem immer wieder, so provoziert Pierre die beiden was ihren Sex angeht, indem er sich selbst zynisch als Versager darstellt, mit dem Alex keinen Orgasmus haben konnte. Damit befeuert er regelrecht die entzweite Psyche von Marcus. Einen Ausweg aus diesem Dilemma findet Marcus nun, indem er sein böses Ich 'Joe Prestia' erschafft, die "Schwuchtel", die sich latent zu Pierre, seinem besten Freund hingezogen fühlt, die sich an Alex dafür rächt, dass sie sich zwischen die beiden gestellt hat. In einer Szene im Film bestätigt Alex ihre Verantwortlichkeit dafür, für mich, als sie mit der Äußerung "Die Frau wählt immer aus" erklärt, sie sei für die Situation, in der sich die drei befinden, verantwortlich. Der Konflikt endet aber nicht mit der Vergewaltigung von Alex, da Marcus sie ja immer noch liebt, aber unbedingt mit Pierre ins Reine kommen möchte. Sie machen sich also gemeinsam auf die Suche nach Joe Prestia, dem bösen Ich, dem schlechten Gewissen von Marcus. Auf diesem Trip macht sich Marcus zum Opfer, der keine Kontrolle mehr über sich hat, der sich willenlos seiner Rache für Alex ausgeliefert sieht, und lässt sich immer wieder von Pierre "beschützen", der in vielen Situationen eine Eskalation verhindert. Er signalisiert Pierre damit indirekt, dass er nicht anders konnte/kann, als mit Alex zusammen zu sein, dass er alles für Alex tun würde. Im Rectum angekommen, das wieder für seine latente Liebesbeziehung zu seinem besten Freund steht, stellen sie schließlich den Vergewaltiger, der ja eigentlich er selber ist, sein eigener Trieb, seine eigene Lust auf Alex, mit der er sogar seine Freundschaft aufs Spiel setzen würde. Marcus versucht sein anderes Ich zu bekämpfen, niederzuschlagen zu besiegen, was ihm natürlich nicht gelingt, nicht gelingen darf, denn das ist Aufgabe von Pierre, mit dem Marcus nun seine Befreiung findet. Marcus dreht den Spieß um, er macht sich nun zum Versager, zeigt noch einmal unmißverständlich, dass er das Opfer ist und Pierre verzeiht ihm, nimmt ihm seine Schuld, während er Joe Prestia den Schädel so lange mit einem Feuerlöscher einschlägt,  bis dessen Fratze eingestampft, ausgelöscht, nicht mehr zu erkennen ist. Dabei ist auch der Feuerlöscher ein witziges Symbol, mit dem er das Feuer zwischen den beiden löscht, aber auf andere Weise, als eigentlich vorgesehen.
So sollte es eigentlich sein! Leider gehört der zermatschte Kopf gar nicht Joe Prestia. Das gefundene Opfer steht nur für eine nun scheinbar gereinigte Beziehung zwischen Marcus und Pierre. Und auch für einen scheinbaren Frieden, weil Pierre glaubt den Trieb von Marcus zu Alex ausgeschaltet zu haben und sich wieder Hoffnung macht, sie zurück zu bekommen. Vom Prinzip her handeln sie so, als würde sie aktiv an einer Wiedergutmachung arbeiten, in Wirklichkeit trickst Marcus böses Ich seinen Freund jedoch aus, denn sein Trieb nach Alex besteht ungehemmt weiter. Im Film steht Joe Prestia neben der Szenerie und ergötzt sich an dem brutalen Geschehen. Das Gesicht des unschuldig zum Tode verurteilten nur noch ein Haufen Brei, unkenntlich gemacht und eine Genugtuung für Joe, der zusieht, wie Pierre für ihn das Problem nun aus der Welt stampft,  und so zu einem Bruch zwischen den Freunden führt, der aber im Film nicht gezeigt wird und sich nur aus meiner logischen Schlussfolgerung aus der Geschichte zieht:
Die Wege von Pierre und Marcus müssen sich zwangsläufig trennen - Marcus folgt, auf einer Trage; ähnliche Einstellung wie bei Alex; seiner Freundin ins Krankenhaus. Pierre dagegen hat die Schuld nun ganz auf sich genommen und wandert in den Knast - in seinen eigenen Knast, denn eigentlich liebt er Alex immer noch, hat sie nun aber für immer verloren.

Montag, 14. Dezember 2009

Und Gott schuf den verkaufsoffenen Sonntag

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde;
Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
[...]
Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und an diesem Tag ruhte er.
Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das Werk der Schöpfung vollendet hatte.
Und die Menschen hielten sich an das Gebot, sie arbeiteten hart von Montags bis Samstags und Sonntags ruhten sie. Das ging viele Jahre so, bis eines Tages ein schlauer Mensch, der mit seiner Zeit am Sonntag nicht viel anfangen konnte und deshalb immer nachdachte, sich fragte, was Gott eigentlich am achten Tag tat. Die Schöpfung war an 6 Tagen getan, am Sonntag ruhte sich Gott aus und dann? Nach einiger Überlegung kam er zu dem Schluss, dass Gott auch am 8 Tag ruhte und auch am 9 und 10 und so weiter. Dies sprach sich schnell herum unter den Menschen und sie wurden erst mürrisch und dann wütend und wollten es Gott gleich tun. Sie legten ihre Arbeit nieder und versammelten sich zu Protest- und Streikzügen und wollten nicht mehr zur Arbeit gehen.
Als Gott die lauten Rufe der Protestler, die zürnenden Stimmen der Streikführer, die durch Megaphone die Massen antrieben und auf Bühnen, durch riesige Lautsprecher ihre Botschaft vom faulen Gott verkündeten, da erhob sich Gott schnaufend aus seinem Liegestuhl, um zu sehen, was seine Menschen dort unten trieben. Als Gott das Chaos sah und die Forderungen der Menschen vernahm, die nichts mehr tun wollten, sah er seine Schöpfung in Gefahr. Wie war es dazu gekommen? Gott überlegte kurz und erkannte, dass die Menschen am Sonntag zu viel Zeit zum nachdenken hatten, und so heraus fanden, dass er nicht nur am 7 Tag, nach der Schöpfung ruhte, sondern eigentlich immer und er nur gelegentlich seinen Liegestuhl verließ, um heimlich die Engel beim umkleiden zu beobachten.
Und Gott sprach: Es werde der verkausoffene Sonntag. Und es wurde der verkaufsoffene Sonntag.
Und die Menschen ließen ihre Schilder und Transparente fallen, denn zufällig war gerade Sonntag, und sie strömten in die Geschäfte und konsumierten kräftig. Da sie so sehr mit einkaufen beschäftigt waren, vergaßen sie, warum sie sich so aufgeregt hatten und Gott sah, dass es gut war und setzte sich wieder schnaufend in seinen Liegestuhl. Vorher stattete er aber noch den Engeln einen heimlichen Besuch ab.
Nun waren die Menschen von Montag bis Sonntag beschäftigt und hatten am Sonntag keine Zeit mehr darüber nachzudenken, was Gott am 8 Tag tat, denn der 8 Tag war ja wieder Montag und Montag war für die meisten Menschen ein besonders grausamer Arbeitstag, der sie 100% forderte.
Ja, liebe Leser, ob ihr es nun glaubt oder nicht, genau so hat es sich zugetragen.
In diesem Sinne wünsche ich euch schöne verkaufsoffene Sonntage.