Dienstag, 27. Oktober 2009

Bilder entfernt

Nach einem Hinweis von Marc Shake, Gott beschütze ihn, habe ich mich etwas im Internet umgesehen und mich darüber aufgeklärt, dass das Verlinken von Bildern strafbar sein kann, wenn sie urheberrechtlich geschützt sind. Es ist mir zu umständlich, für jedes Bild den Uhrheberschutz zu erfragen, deshalb lasse ich ab jetzt die Bilder einfach ganz weg.
Sowas kann sonst teuer werden... Zu teuer, für ein Bloghobby

Montag, 26. Oktober 2009

Die sexuelle Demütigung des Mannes schreitet voran. Eine erste-Person-Perspektive aus männlicher Sicht

Mit der derzeitigen Modevorliebe der Frauen, ich nenne es das Strumpfhosenbedürfnis, enger, knapper, figurbetonter, setzt sich der allgemeine Trend des weiblichen Geschlechts fort, sexuelle Überlegenheit und weibliche Macht über den Mann intelligent in die Wirklichkeit zu tragen. Die sexuelle Demütigung des Mannes durch die Frauen hat sich damit wieder um einen Gang beschleunigt.
Sexuelle Demütigung? Aber wieso denn, mag sich wohl nun mancher fragen.
Nun, diese Frage ist leicht zu beantworten. Es hat etwas mit der Natur des Mannes zu tun, seiner genetisch auferlegten Bestimmung, sein Erbgut verteilen zu müssen. Es ist ein unbändiger, erbarmungsloser Trieb, der in uns brodelt und nur durch die explosionsartigen Ergüsse männlichen Magmas (vorübergehend) gestillt werden kann.
Diese männliche Schwäche wird vom weiblichen Geschlecht zunehmend gereizt und erniedrigt.
Die Erniedrigung findet täglich statt, und ist in vielen demokratischen Ländern im Grundgesetz, als Würde des Menschen und die menschliche Gleichstellung von Mann und Frau verankert. Dieses Grundgesetz verschafft den Frauen die nötigen Freiräume, um ihre Überlegenheit, die, wie gesagt, nur auf der Schwäche des Mannes fußt, aus zu leben. 
Aber wieso denn, könnte man schon wieder fragen. Dass Frauen ihre Körper zeigen, ist doch etwas schönes, etwas woran sich die Männer erfreuen können. Jein. Es stimmt schon, wir Männer lieben die weiblichen Körper, die geschmeidigen Bewegungen, die wippenden Grazien, in ihren seidigmattglänzenden, herbstfarbenen Leggins, wir lieben ihre wohl geformten Schenkel und  erfreuen uns ihrer ästethischen Natur, aber das ist nur eine von mehreren Stufen. Die erste Stufen nenne ich hier Stufe F (Freude), und wo Stufe F aufhört, da beginnt die nächste Stufe, ich nenne sie hier Stufe L (Lust). Und bei Stufe L beginnt das Dilemma von männlichen Gier, der fortschrittlichen moralischen Gesellschaft und der damit einhergehenden Demütigung. 
Es gab eine jarhundertelange, in vielen Teilen der Welt immer noch anhaltende Neigung, die Frau zu beherrschen, sie klein zu halten, damit sie uns nicht kontrolliert, denn ihre Kontrollwut über uns Männer ist scheinbar grenzenlos. Noch gibt es keinen Staat, in dem das männliche Geschlecht angekettet und versklavt, die Herrschaft der Frau mit seinem gekrümmten Rücken stützt, aber in geheimen Winkeln, in Domizilen weiblicher Herrschaft wird es schon jahrelang praktiziert. Und diese Unterdrückung lassen sich die dominanten Bestien auch noch teuer bezahlen.
Den öffentlichen Raum aber haben wir schon so gut wie verloren. Genau hier leben sie ihre weibliche genetische Autorität aus. Hier präsentieren sie sich, stolzieren an uns vorbei, attackieren uns mit ihren Reizen, aktivieren Stufe F und verhöhnen Stufe L. Mit ihren Körpern, geschützt vom Rechtsstaat, zerdrücken sie die männliche Seele.Und wie reagieren die meisten Männer darauf? Scheinbar gleichgültig akzeptieren wir unsere Hilflosigkeit, kreuzen die Wege der Sexbomben und sind innerlich so gehemmt und gefesselt, dass wir nur heimlich wagen, einen Blick zu riskieren. Die meisten Männer gehen wie uninteressiert, unbeeindruckt vorüber, als wäre die sexuelle Auffälligkeit der Frauen eine Selbstverständlichkeit, ein alltägliches Erscheinungsbild, zu dem sie inzwischen ja auch geworden sind, aber die Alltäglichkeit ist von dieser unausgesprochenen Überlegenheit gezeichnet, der sie niemals Blöße zeigen dürfen.
Zum Glück sind die Frauen sich dieser Macht in den seltensten Fällen bewusst, fühlen sich benachteiligt, vernachlässigen ihr Stärken, werden dick und/oder ängstlich, was auch daran liegt, dass sie sich noch im Kampf befinden, Territorium erobern müssen, denn im Moment sind wir immer noch das beherrschende Geschlecht, und viele Opfer bringen. Aber wer weiß, wie lange noch. Bis dahin wird weiter gekämpft, und Männer, die Grenze F ausreizen, die Frauen im öffentlichen Raum anflirten, anpfeifen oder sonst irgendwie anmachen, werden mit arroganter Missachtung sanktioniert, im schlimmsten Fall sogar lauthals gedemütigt. Und wir können nichts dagegen machen, wenn wir nicht wollen, dass uns der Rechtsstaat seine klauenhaften Fingernägel, von 102 Bundesrichtern sind schon 25 weiblich, in den Rücken treibt.

Aber um diese Perspektive etwas zu entzerren: Den meisten Männern macht das gar nicht so viel aus, sie sind sich dessen nicht bewusst, schaffen es immer noch den Spieß um zu drehen, die weiblichen Schwächen zu nutzen, um einen männlichen Vorteil zu ziehen, Frauen zu erobern und zu handhaben.
Nur ein bestimmter Teil unserer Männerschaft, Männer die von Natur aus Angst vor Frauen haben oder Frauen respektieren, so wie ich, sind eindeutig benachteiligt und müssen sich weiterhin im öffentlichen Raum von sexy Frauen demütigen lassen und werden dadurch weiter psychisch entmannt.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Eine Suchmaschine verändert die Welt....

Dies wird kein wirklicher Kommentar, eher eine kleine politisch motivierte Kunstaktion, um die Möglichkeiten einer Suchmaschine auszuschöpfen, um ein Handvoll Wörter, wenige Buchstaben kurz, kleine Wörter, aber mit großer Bedeutung, in die Augen der Zensurmarionetten im Dienste menschenrechteverachtender Diktaturen und  Terrorregime zu schaufeln.
Wir wissen alle, wie Google funktioniert, mit Beschlagwortung u.a. was so viel heißt wie, bestimmte Wörter werden abgefragt und fließen in die Suchmaschine ein, wenn danach gesucht wird, oder so ähnlich. Mit Sicherheit funktionieren auf diese Weise auch die Indizierungssuchprogramme, die Augen der Zensurmarionetten. Diese kleinen, falschen, verblendeten, die gerne in die Ärsche ihrer Führer kriechen würden, um zu sehen, ob sich dort nicht eine kritische Made eingenistet hat. Und so werde ich hier im Anschluss einfach einen Cluster von Wörtern einbinden, die eine Wahrscheinlichkeit erhöhen sollen, sowohl von Suchmaschinen, als auch von Filterprogrammen erfasst zu werden.
Was soll das bringen? Vielleicht ist es naiv zu glauben, dass es irgendwas bringt, dass es irgendeinen Einfluss auf irgendwen hat oder nimmt, geschweige denn, dass es funtioniert, aber was solls, das ist das I N T E R N E T, hier ist A L L E S möglich.
Und nun die Wörter:

USA Iran China 西藏 Tibet Menschenrechte حوق بشر Human Rights 人权 Pressefreiheit Freedom of Press 新闻自由Korruption فساد 官商勾结 Unrecht بی‌انصافی Unjustness 委屈 Diktatur حکومت مستبدانه Dictatorship 专政 Platz des himmlischen Friedens Tiananmen Square 天安门广场 Studenten دانشجو Students 同学们 Ermordung قتل Homicide 谋杀Repression افسردگي Unterdrückung 民族压迫 Niederschlagung سرکوبAbolition 镇压平息停止撤消豁免赦免冷凝 Zensur سانسور censorship 网络内容审查 Folter شکنجه Torture 上刑 Falsch 可怕 Wrong اشتباه Guantanámo CIA عراق جنگ Irak-Krieg Iraque-War 美伊战争
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Mittwoch, 21. Oktober 2009

Thilo Sarrazin und die Sarazenen

Da scheint sich ja einer gut aus zu kennen mit sozialen Unterschichten. Bei seinem Gehalt von mindestens 100.000€ im Jahr (vage Schätzung), ist es natürlich verständlich, dass von oben die kleinen Kopftuchmädchen alle gleich aussehen. Mit Wischmob und Putzeimer bestückt, ziehen sie zwischen den Zehen vom Ex-Bundesbankvorstandschef ihre feuchten Bahnen. Da kann es schon mal passieren, dass man die eine oder andere unbeholfene Türkenputze unter seinen Lackschuhen zermalmen möchte.
Und zermalmende Bemerkungen traten aus Sarrazins Mundwinkeln, nur, dass sie ihr Ziel verfehlten und das nazigebeutelte Deutschland sie konsequent auf Theo selbst zurückschleuderte.
Und so zermalmte sich Sarrazin selbst, der doch eigentlich nur sagte, was er dachte, was so viele, die eigentlich kaum nachdenken, auch denken und natürlich sagen, aber nicht mit dem anschließenden Medienecho, welches einem bekannten Politiker, Macht- und Medienmenschen, wie ihm, gebührt.
Und plötzlich spaltet Thilo, wie Moses das rote Meer, das deutsche Land, das vorher so geeint war und zusammen hielt, spreizt es in der Ausländerfrage in Für- und Gegenpositionen, liefert den Grundstein für erbitterte Argumentationsschlachten, was denn nun wahr ist und was unwahr, bzw. was man sagen darf und was nicht, wenn man ein Thilo Sarrazin ist.
Aber immerhin, es bewegt sich was. Die Köpfe bewegen sich. Sie drehen sich  von rechts nach links, verfolgen den Ball, wie er hin- und her gespielt wird, bleiben immer dran und warten auf den letzten Satz. Aber der letzte Satz ist noch nicht gesprochen, solange noch gesprochen werden kann. Solange die Positionen klar und ausgeglichen verteilt sind, niemandem die Argumente und guten Ratschläge ausgehen, gibt es eigentlich auch kein Integrationsproblem.
Also lassen wir uns noch ein wenig Zeit mit dem Handeln, denn wenn wir den armen Türken helfen, dann werden sich gleich auf die armen Deutschen zu Wort melden, die vom Staat leben, den Staat ablehnen und nicht für eine vernünftige Ausbildung der Kinder sorgen und ständig neue kleine Sozialhilfeempfänger und Sozialschmarotzer produzieren.
Wenn man den ganzen Menschen helfen wollte, dann müsste man wohl ein vollkommen neues Deutschland erfinden.
Aber im Moment geht es ja noch. Wir haben noch eine Mittelschicht, den sogenannten Mittelsstandsbauch, der nicht von der Unterschicht getragen wird und scheinbar besser funktioniert als die Denkapparate der Oberschicht, der sich schützend über das Land wölbt und allen Menschen Wurst aufs Brot bringt. Also weiter reden, weiter diskutieren, debattieren, argumentieren, schwafeln, sülzen und natürlich k o m m e n t i e r e n. . . . . .

Samstag, 17. Oktober 2009

Den Blog, den einer liest

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
Diesen Kommentar möchte ich meinem ersten regelmäßigen Leser widmen.
Ich bin ehrlich, der Titel dieses Posts sollte eigentlich lauten "Den Blog, den keiner liest", für dessen Veröffentlichung ich mal wieder meine selbsbeschäftigunstherapeutische Seite aufsuchte, um mich über die unendliche Tiefe des Internets und den für den einfachen Googlianer unauffindbaren Wert meiner schriftlich offenbarten und gesellschaftskritischen Geisteshaltung zu mokieren.
Und dann sah ich meinen ersten regelmäßigen Leser und war entzückt. Da gab es wirklich jemanden in den Weiten des virtuellen Universums, der 1. meinen Blog gefunden hat und sich 2. als regelmäßiger Leser, wahrscheinlich, um Teil meines aufgeklärten Realitätssinns zu werden, hier eingetragen hat.
Entzückt klickte ich gleich den Link an, der mich zu ihm brachte, und fand Günther Grass, nein, Ralph Giordano, nein, auch nicht, niemand weniger als Marc Shake.
Marc Shake, du hast dich also als regelmäßiger Leser eingetragen, und weil ich wirklich so entzückt darüber bin, ist dieser Kommentar nur dir gewidmet. Du bist nun nicht mehr nur ein verlinktes Klickstück im Seitenteil, nein, du bist inhaltlicher Wert dieses Blogs geworden, Teil eines weltoffenbarenden Konzepts, Zahnrad im revolutionären Gedankengut zukünftlicher und gegenwärtiger Weltverbesserer (alle die, die diesen Blog lesen und lesen werden, denn was einmal ins Netz kommt, wird für immer hängen bleiben und Generation von Realitätsflüchtigen erhellen), die wir uns, wenn der Tag gekommen ist, erheben, aufstehen und irgendwas rufen werden, das klingt wie "Put your Hands up in the Air". Aber wir werden dann nicht Aufsucher eines Werkenntwengelages in angemieteter Großraumdisco sein, nein, wir formen die Welt neu, nach unseren Vorstellungen, mit der Kraft unserer Gedanken, mit der Macht des WWW.
Marc, möge das WWW mit dir sein.
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo
PS. für den zweiten regelmäßigen Leser wird es keinen eigenen Text geben, aber für den 1000000ten Hahahaha

Freitag, 9. Oktober 2009

Der Friedensnobelpreis für herausragende Gesten geht an: Barack Obama


Eins vorweg. Ich möchte nicht die Entscheidung des Nobelkomitees kritisieren, doch möchte ich kurz hinterfragen, wofür manche in der heutigen Zeit einen Friedensnobelpreis bekommen. Dafür muss ich mir nur die Begründung für die Vergabe vor Augen halten und die passenden Fakten, die dahinter stehen, bewerten.
Wie folgt begründet das Komitee (aus Spiegel online übernommenes Zitat):
Seine Diplomatie beruht auf dem Konzept, dass diejenigen, die die Welt führen, dies auf der Grundlage von Werten und Haltungen tun müssen, welche von der Mehrheit der Weltbevölkerung geteilt werden.
und
Alles, was er in seiner Zeit als Präsident angepackt hat, und wie sich das internationale Klima durch ihn verändert hat, ist schon mehr als Grund, ihm dem Friedensnobelpreis zu verleihen.
Mein Statement hierzu: Ist es nobel, ist es herausragend und bewundernswert, dass Staatsführer, die obersten Volksvertreter von Nationen, gleich welcher, auf der Grundlage von ethischen Werten argumentieren und kommunizieren, dass sie diese Werte hoch halten und sie zum Grundprinzip des Handels erklären? Ist es notwendig eine sprachliche Lanze für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit  zu schlagen? Sollte nicht jedes gewählte Oberhaupt eines Landes diese Werte vertreten und sich stark machen für die ethischen und moralischen Rechte der Menschen?
Aber was hat Obama eigentlich gemacht, außer die Welt scheinbar mit einfachen Gesten der Brüderlichkeit zu vereinen. Was hat er angepackt, außer den Dingen, die zur Grundhaltung eines jeden Menschen gehören sollten, aber vor allem von Menschen, die das Schicksal der Welt in Händen halten, die über Krieg und Frieden entscheiden können und sich manchmal entscheiden müssen. Und wenn sie sich für den Frieden entscheiden dürfen, dann scheint das eine unglaubliche noble Tat zu sein, ein Akt der Selbstaufopferung, ein diplomatischer Geniestreich, für den man mindestens 10 Friedensnobelpreise verliehen bekommen sollte.

Um meine selbst gestellten Fragen zu beantworten: Ja, scheinbar, nein, unbedingt ja. Ja, er hat den Friedensnobelpreis verdient. Aber genau das macht mir Sorgen. Genau das zeigt mir die Situation, in der wir uns alle befinden.
Es erschreckt mich, für welche einfachen Gesten jemand heutzutage den Friedensnobelpreis verliehen bekommt, was mir zeigt, in was für einem geistigen Kriegszustand sich unsere Länder immer noch befinden. Ein fast schon mittelalterliches Imponiergehabe von Macht und Überzeugungen, von besseren und schlechteren Werten, von Freiheiten und Unfreiheiten, die sich immer wieder neu definieren, je nach dem, wer gerade dazu berufen scheint, sich verbal für das eigene Gutmenschsein zu rechtfertigen.
Und mir kommt es immer als Rechtfertigung vor, auch wenn es sich um ehrliche, aufrichtige und richtige Reden handelt, wie von Barrack Obama z.B., denn in dieser Welt gibt es ersichtlich noch keinen gemeinsamen Weg, und deshalb sind für mich auch die gut gemeinten Gesten nur hilflose Ausflüchte, das Beste aus dem miesen Klima herauszuholen. Und eine gute Rede ist ein netter Anfang.
Aber es sind eben nur Reden, eine von vielen Reden, die aufeinander prallen und gelegentlich mit Ehrungen ausgezeichnet werden. Werden müssen, weil bestimmte ethische Werte immer noch nur Ideale sind und keine Allgemeingültigkeit besitzen.

Aber so ist das nun mal. Frieden machen, das sind scheinbar keine Taten, sondern nur Worte und Versuche, die näher bringen sollen, die zum Dialog führen, der hoffentlich etwas mehr Sicherheit bringt, in einer Welt, in der Superbomben, Tarnkappenflieger, Satellitenspionage, Hightechkriegsführung  Kapitalinteressen, Ressourcengier schützen, nationale Sicherheit versprechen, aber immer auch eine Option zu jedem Frieden bieten, um Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit zu importieren.

1000 Jahre später in einer Welt ohne Krieg im historischen Museum der vereinten Welt: "Und hier sehen sie die Relikte einer barbarischen Zeit, als die Menschen sich noch gegenseitig ehrten, wenn sie etwas für den Frieden taten - Die Friedensnobelpreisträger ...." 

Freitag, 2. Oktober 2009

Neue Themen braucht das Land

Update 05.10.09

Die politischen Parteien mühen sich neue Themen zu finden, neue Ziele, die ihnen ein eigenständiges, wählbares Profil verpassen. Die Schwammigkeit der Volksparteien führte zum Wählerschwund.  Piratenpartei schlug mit aktueller Interessensbefriedigung in Sachen neuer Medien mit 2% bei den Wahlen ein.
So möchte ich hier ein paar Themen anbieten, aus denen sich Parteien beliebig herausnehmen dürfen, was ihnen ein zukunftsorientiertes Image verpassen könnte. Politischen und gesellschaftlichen Weitblick vermisse ich in unseren Regierungsbildern (von bilden) schon lange.
Ich bin vollkommen von der Richtigkeit meiner "Reformen" überzeugt, würde, wenn ich über das nötige Kapital und Beziehungen verfügte, vielleicht sogar eine neue Partei auf Grundlage dieser Ideen gründen. Doch wähle ich den einfacheren, schnelleren Weg, um die Gesellschaft und deren Werte neu zu definieren.

  1. Sterbehilfe ab 60 - Unsere Wertevorstellungen sind schon lange überholt. Christlich geprägte Daseinsberechtigungen verhindern eine selbst bestimmte Existenz. Der einsame, kranke oder einfache nur lebensmüde Mensch im Alter sollte nicht nur frei darüber entscheiden können, ob und wie lange er noch lebt,  er sollte auch Möglichkeiten in der Gesellschaft finden, die ihm ein schmerzloses Ableben in Würde ermöglichen. Dafür muss in den Köpfen ein Umdenken, was Leben ist, wie man Leben definiert, stattfinden. Der Tod sollte nicht länger tabuisiert werden. Er ist Teil des Lebens und ihm sollte vielleicht nicht unbedingt mit Freude, aber mit mehr Akzeptanz begegnet werden. Sterbehilfeeinrichtungen sind eine mögliche Antwort darauf und könnten nebenbei Arbeitsplätze schaffen und mit jedem Menschen, der sich aus der Gesellschaft verabschiedet, werden Renten- und Krankenkassen entlastet. 
  2. Geburtenrate senken - Ganz im Gegensatz zu aktuellen politischen Vorstellungen und in Verbindung mit Punkt 1., Entspannung des demographischen Generationenproblems, kann und sollte unsere Welt, die schon massiv unter der Überbevölkerung leidet, durch eine Ein-Kind-Politik, wie wir sie aus China kennen, entlastet werden. Die Probleme unserer Welt, Hunger, Umweltverschmutzung und Erderwärmung, Artensterben, das sich daraus, aber auch aus der Ernährungsproblematik ergibt, wären wohl auf einen Schlag gelöst, könnte die Weltbevölkerung auf vielleicht drei Mrd. gedrückt werden. Eine Belohnung von vielen Kindern, wie sie bei uns z.B. vorgenommen wird, muss sofort beendet werden. Einen einheitlichen Kindergeldsatz, von sagen wir 350€, unabhängig davon, wie viele Kinder man hat, würde das Geburtenproblem von selbst lösen und gleichzeitig die Staatskassen entlasten. Die Kinder könnten nun durch den finanziellen Zugewinn, sowohl in privater als auch öffentlicher Hand, besser und qualifizierter gefördert und ausgebildet werden. 
  3. Religionsfreiheit einschränken - Wie ich schon bemerkte, würde eine Umsetzung der ersten beiden Punkte an den religionsorientierten Wertvorstellungen und nicht zuletzt am Religionslobbyismus scheitern. Die Gesellschaften in der Welt müssen erst vom Gotteswahn befreit werden, um sich reformieren zu können. D.h. nicht, dass Glaube verboten werden soll oder kann. Nein, aber die Möglichkeiten, seinen Glauben in die Welt und in die Köpfe anderer Menschen zu tragen, müssen eingeschränkt werden. So sollte Religion nicht mehr öffentlich ausgetragen werden, sondern nur noch auf privaten Veranstaltungen, für die nicht geworben werden darf. Die Menschen müssen selbst aktiv werden und die Begegnungsstätten aufsuchen. Weitere Maßnahmen zum Schutz des freien Willens sind das Kirchen läuten verbieten, Religionsunterricht an Schulen abschaffen, Feiertage umbenennen oder neue Feiertage als Ausgleich zu den alten finden und auch das Verbot im Eigenheim Religion auszuüben ist ein wichtiger Punkt, der vor allem die Kinder vor Beeinflussung schützen soll, den ich nicht zu erwähnen vergessen will. Natürlich muss auch die Kirchensteuer abgeschafft werden. Dafür könnte man dann eine Sozialsteuer einführen, die direkt an Hilfsorganisation weitergeleitet wird.
  4. Schulsystem reformieren - Ein wichtiger Punkt zur Bildungsoffensive könnte dieser Umgestaltungsvorschlag unserer bekannten Schulformen sein. Das Gesamtschulenkonzept ist zwar ein richtiger und wichtiger Schritt, um Chancengleichheit zu stärken und die Bildungsschere zu verkleinern, ist, meiner Meinung nach, aber nicht radikal genug, zu zahm, um eine optimale Förderung unseres Nachwuchses zu ermöglichen, orientiert sie sich doch immer noch am alten Klassenverbandsystem, das eine optimale, individuell orientierte Ausbildung erschwert. Ein neues Konzept muss her. Nennen wir es das Konsche Schulmodell. Wichtige Voraussetzung ist eine frühere Einschulungsmöglichkeit, je nach Eignung der Kleinen. Eine Empfehlung der Vorschule, ehemals als Kindergarten bezeichnet, deren Schwerpunkt die spielerische Vorbereitung auf die Schulphase ausmacht, kann eine unterschiedliche Einschulung zwischen 6 und 8 Jahren empfehlen. Die anschließende Einschulung erfolgt in Klassenmodellen, wie wir sie bisher schon kennen. Der Unterschied ist aber, dass nicht die Klasse, nach einem Jahr, als Ganze "aufgestuft" wird, sondern nur der einzelne Schüler in den einzelnen Fächern, der Klassenverband sich so also aufweicht und der Schüler in einen neuen leistungsbezogenen Fächerverband eintritt, der die Schüler, die sich auf einer ähnlichen Lernstoffebene befinden, mit Bildung versorgt. Dies ist eine völlig andere Form von Ausbildung und erfordert ein Umdenken in der Schulstruktur, die natürlich vorher ausgearbeitet werden muss. Kernstück dieser Reform ist die Möglichkeit, den Bedarf und die Talente der Schüler individuell direkt ersehen und fördern zu können. Defizite können so besser ausgeglichen werden, da Schüler mit ähnlichen Bildungsniveau immer, in den jeweiligen Fächern, zusammen lernen. Die Folge ist eine Vermischung unterschiedlicher Altersgruppen, je nach Veranlagung und Interessen und eine Vermeidung der Sozial- und Bildungsabstufung des Kindes als Ganzes, wenn es bestimmte Leistungen nicht erfüllt und sitzen bleibt, wie es im Moment praktiziert wird, von der ich denke, dass es, im Gegensatz zum Konkurrenzdenken der einzelnen Klassenverbände, die soziale Kompetenz eher fördert. Schüler, die in bestimmten Fächern keine Aufstufung erreichen, können im Nachmittagsunterricht gezielt gefördert werden und verlieren nicht gleichzeitig ihr Leistungsanspruch in Fächern, in denen sie stark sind und eine Aufstufung erreichen können.  Wie gesagt, es ist ein sehr komplexer Bereich. Dies ist nur eine Basisidee, auf der ein erfolgreiches Bildungsmodell gegründet werden kann.
    Das waren erst mal vier Punkte, um Zukunft besser zu gestalten. Natürlich sind diese Ideen viel komplexer und vielleicht noch wirklichkeitsfremder, als sie sich hier lesen, aber es ist ein Anfang.